Die Saison beginnt in der zweiten Novemberhälfte, wenn die größeren der Blütenknospen für den örtlichen Markt und den eigenen Bedarf geschnitten werden. Die Monate Januar und Februar sind die Höhepunkte der Artischocken-Saison, dann werden die Artischocken täglich von Hand geschnitten. Eine zermürbende Arbeit. Geerntet wird während der heißen Monate in den kühlen Morgenstunden und am Abend, an kühleren Tagen wird auch über den ganzen Tag geerntet. Jede Pflanze trägt ca. zehn Blütenknospen. Die Erntezeit geht bis in den April hinein, manchmal bis Anfang Mai. Ab Februar jedoch werden die Artischocken kleiner und sind dann mehr für die Fertigung als für den direkten Verbrauch vorgesehen. Nach drei Jahren sind die Pflanzen “verbraucht”, die Wurzelschößlinge werden abgeschnitten und auf einem anderen Boden eingesetzt, um die genetische Reinheit und Qualität der Pflanze zu erhalten. Das alte Feld wird nun mit Weizen bestellt, so bleibt alles im natürlichen Zyklus.
Natürlich haben die Artischocken einen besonderen Stellenwert in dem jahreszeitlichen Zyklus von Sardinien. Sie werden vorzugsweise im jungen Stadium geerntet, wenn der Bart la barba noch recht klein ist. Es werden nur die äußeren, harten Blätter abgeschnitten und dann einfach roh, knackig und nussig, zu einer bottarga di muggine serviert, oder einfach in Olivenöl extra vergine und Zitronensaft getaucht mit etwas pane carasau als Beilage, oder in Backteig gewendet und kurz frittiert, oder als Schmorgemüse mit Ricotta oder in einer der anderen vielfältigen Variationen serviert, die jedes Essen bereichern, solange die Saison anhält – um danach dem nächsten saisonalen Gemüse Platz zu machen.
Von der Pflanze auf dem Feld bis hin zur endgültigen Produktion muss die Artischocke wie folgt behandelt werden. Sobald sie geerntet sind, werden sie in eine nahe gelegene Fabrik transportiert, um dort sortiert, gewaschen, gesäubert, gemessen, geschnitten und in Fässern verpackt zu werden. Hier liegen sie in einer leichten Marinade, die auf Wasser und Zitronensäure basiert, um die grüne Farbe der Artischockenherzen zu erhalten und den Oxidationsprozess aufzuhalten. Die Qualitätskontrolle von Saclà prüft das Rohmaterial während des gesamten Prozesses.
Nun sind die Artischocken bereit, um nach Asti, in das Werk von Saclá, geschickt zu werden, wo der endgültige Verarbeitungsprozess stattfindet. Saclà legt die geviertelten Artischockenherzen einfach in Öl ein; sie werden mit einer Mischung aus Sonnenblumen- und Olivenöl bedeckt und mit mediterranen Kräutern gewürzt.
Erst nach einer genauen Qualitätsprüfung durch das Labor von Saclà verlässt das Produkt Asti, um auf die Tische aller Gourmets zu gelangen.
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